Krankenhaus Bietigheim - Anerkennung als ambulante Fußbehandlungseinrichtung
Hohe Versorgungsqualität von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom.
Nahezu 15 Prozent aller Menschen mit Diabetes leiden am sogenannten diabetischen Fußsyndrom. In Folge dieser diabetischen Fußerkrankung werden in Deutschland pro Jahr rund 40.000 Amputationen durchgeführt. Der Verlust von Gliedmaßen ist teilweise aber auf eine zu späte oder falsche Behandlung sowie fehlende Vorbeugung zurückzuführen. Damit die Betroffenen eine möglichst frühe und umfassende Behandlung erhalten, macht sich die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) seit mehreren Jahren dafür stark, ein bundesweites Netz an spezialisierten Einrichtungen zur Fußbehandlung zu errichten.
In der Fußambulanz der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Endokrinologie, Diabetologie und internistische Intensivmedizin des Krankenhauses Bietigheim erfolgt in einem festen Team, bestehend aus Diabetologen, Chirurgen, Diabetesberaterinnen, Wundmanagerinnen und Orthopädieschuhmachern, die Vorbeugung und Behandlung der diabetischen Fußerkrankung. Weitere Spezialisten wie Radiologen, Angiologen, Gefäßchirurgen, niedergelassene Diabetologen und Podologen sind feste Kooperationspartner. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Fußambulanz ist es dem Team gelungen, die von der Deutschen Diabetes Gesellschaft festgelegten Qualitätskriterien für eine ambulante Fußbehandlungseinrichtung zu erfüllen. Seit mehren Jahren ist das Krankenhaus Bietigheim bereits eine anerkannte stationäre Behandlungseinrichtung der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Das Team der Diabetologie im Bietigheimer Krankenhaus leistet durch die Beteiligung an dieser Qualitätssicherungsmaßnahme einen wesentlichen Beitrag zu einer flächendeckenden Verbesserung der Versorgungsqualität von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom.
„Es ist uns ein großes Anliegen, so viel Amputationen wie möglich zu verhindern“ betont Dr. Karl-Albrecht Müller, kommissarischer Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Endokrinologie, Diabetologie und internistische Intensivmedizin. „Von dieser Zusammenarbeit mehrerer Spezialisten auf der Basis von Qualitätsrichtlinien profitiert der Patient, in dem seine Wunden professionell versorgt werden, eine gründliche Gefäßdiagnostik durchgeführt wird und er frühzeitig die richtigen Schuhe bekommt.“
Aktuell gibt es deutschlandweit 182 ambulante und 78 stationäre von der Deutschen Diabetischen Gesellschaft DDG zertifizierte Fußbehandlungseinrichtungen. Die Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß in der DDG möchte die interdisziplinäre Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus und Fußkomplikationen durch Förderung wissenschaftlicher Forschung auf dem Gebiet des diabetischen Fußsyndroms, interdisziplinäre Zusammenarbeit aller mit der Behandlung befassten Berufsgruppen, qualitätssichernde Maßnahmen, wissenschaftlich begründete Empfehlungen und Schulungen beim diabetischen Fußsyndrom verbessern.

