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Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Eigenblutspende, intraoperative Autotransfusion und Blutdepot


Das Krankenhaus Bietigheim besitzt eine Herstellungserlaubnis für Eigenblutkonserven (leukozytendepletiertes Vollblut). Bei planbaren Eingriffen mit einer höheren Transfusionswahrscheinlichkeit können hierfür geeignete Patienten in den Wochen vor der Operation Eigenblut spenden, das ihnen während oder nach der Operation transfundiert werden kann.
Die Eigenblutspendeeinrichtung (Leitung: OA Dr. Schwarz) übernimmt zusätzlich die Eigenblutabnahme und –verarbeitung für Patienten, die im Klinikum Ludwigsburg, den Krankenhäusern Marbach und Vaihingen sowie der Orthopädischen Klinik Markgröningen operiert werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit der intraoperativen Autotransfusion, wobei abgesaugtes Blut in einem Cell-Saver gesammelt und aufbereitet wird. Dabei werden die roten Blutkörperchen abgetrennt und zurücktransfundiert. Nach der Operation kann das Blut aus den Drainageschläuchen bis zu 6 Stunden gesammelt und dann gegebenenfalls aufbereitet werden. Dieses Verfahren wird bei Operationen mit zu erwartenden größeren Blutverlusten eingesetzt. Entzündungen oder Tumorerkrankungen schließen jedoch die Anwendung aus.

Im Blutdepot, als Teil des Labors, wird ständig eine ausreichende Zahl an Blutkonserven und Blutplasma bereitgestellt. Für jeden Patient, bei dessen Operation ein größerer Blutverlust auftreten kann, wird eine entsprechende Anzahl an Konserven im Vorfeld auf Verträglichkeit getestet. So lässt sich in kritischen Situationen ohne zeitliche Verzögerung auf dringend benötigtes Blut zurückgreifen. Wenn das Blutdepot nicht mehr über genügend Blut verfügt können aus dem Blutdepot im Klinikum Ludwigsburg sofort passende Konserven beschafft werden.